Mchicha – ein Spinatrezept aus Tansania

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Mchicha – ein Rezept aus Tansania

Die "Kulinarische Weltreise" reist mit ihrem Reiseleiter Volker nach Tansania.
Für mich ist Tansania untrennbar mit Bernhard Grzimek verbunden. Als Kind saß ich gebannt vor dem Fernseher bei der Sendung „Serengeti darf nicht sterben“. Die Millionen von Antilopen und Zebras, die durch die Weiten der Savanne zogen, faszinierten mich.
Schon damals war ich von Grzimeks Appell am Ende des Films beeindruckt: „Diese letzten Reste des afrikanischen Tierlebens sind ein kultureller Gemeinbesitz der ganzen Menschheit, genau wie unsere Kathedralen, die antiken Bauten, die Akropolis, der Petersdom und der Louvre in Paris. Vor einigen Jahrhunderten hat man noch die römischen Tempel abgebrochen, um aus den Quadern Bürgerhäuser zu bauen. Würde heute eine Regierung, gleich welchen Systems, es wagen, die Akropolis in Athen abzureißen, um Wohnungen zu bauen, dann würde ein Aufschrei der Empörung durch die ganze zivilisierte Menschheit gehen. Genauso wenig dürfen Menschen diese letzten lebenden Kulturschätze Afrikas antasten. Gott machte die Erde den Menschen untertan, aber nicht, damit sie sein Werk völlig vernichten.“
Grzimeks Worte sind immer noch hochaktuell.
Es geht jedoch ums Kochen. Was koche ich heute? Ich koche Mchicha, ein Alltagsgericht aus Tansania. Es wird meist aus Amaranthblättern zubereitet. Ich bereite es jedoch mit Spinat nach einem Rezept aus dem Kochblog "www.food.com" zu. Dazu gibt normalerweise Ugali, einen festen Maisbrai. Aber es geht auch mit Hirsebrei. Und das gibt es bei mir.
Gericht Hauptgericht
Küche Tansania
Keyword Curry, Kokosmilch, Spinat, Tomaten, Zwiebel
Author regina

Zutaten

Gemüsepfanne

  • 500 g Spinat große Stile entfernen, Blätter wassen, Blätter grob hacken
  • 1 Tomate enthäutet und in kleine Stücke geschnitten
  • 1 Zwiebel fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe fein gewürfelt
  • 1 Chili-Schote entkernt, fein gehackt
  • 1 EL Curry
  • 200 ml Kokosmilch
  • 2 EL Erdnussbutter
  • Salz nach Geschmack
  • 3 EL Erdnussöl

Hirse

  • 150 g Hirse einmal gut abspülen (mit Sieb)
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 40 ml Erdnussöl
  • 1 Schalotte fein gewürfelt
  • 1/2 TL Salz

Anleitungen

Mchicha zubereiten

  • Das Erdnussöl erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin glasig dünsten.
  • Tomaten, Curry und Chili zufügen.
  • Dann kommt der Spinat dazu. So lange dünsten, bis der Spinat zusammen gefallen ist.
  • Die Erdnussbutter und die Kokosmilch dann zufügen und einmal aufkochen lassen.
  • Mit Salz abschmecken und mit der Hirse servieren

Hirsebrei zubereiten

  • Das Erdnussöl erhitzen.
  • Die Schalottenwürfel darin anbraten.
  • Die Hirse zufügen und ebenfalls erhitzen.
  • Mit der Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen und die Hitze dann zurücknehmen.
  • Ca. 15 Minuten ausquellen lassen.

Meine Mitreisenden:

6 Kommentare

  1. Liebe Regina, schön, dass auch Du Bernhard Grzimek erwähnst.

    Deine Gemüsepfanne klingt sehr lecker, mit Kokos- und Erdnussaromen hat man mich ja sofort!

    Hirse habe ich ganz früher auch gerne mal verwendet, bevor der Göttergatte in mein Leben trat. Der isst nichts, was kleinkörniger als Reis ist.

    Liebe Grüße
    Britta

    1. Liebe Britta, ja, Grzimek hat uns offensichtlich geprägt…Grüße, Regina

  2. Ja, Grzimeks Worte sind leider immer noch sehr aktuell.
    Ich habe einmal gelesen, dass “macht euch die Erde untertan” ein Übersetzungsfehler sein soll, richtig hieße es angeblich “macht euch DER Erde untertan”, was etwas völlig anderes ist. Aber jetzt ists zu spät :-(((
    Spinat mit Kokos und Erdnuss klingt echt gut!!
    lg

    1. Liebe Friederike, vielen Dank für deinen wertschätzenden Kommentar. Herzliche Grüße, Regina

  3. Tina von Küchenmomente

    5 Sterne
    Die Worte Grzimek sind tatsächlich auch 67 Jahre später aktueller denn je…
    Dein Mchicha trifft genau meinen Geschmack! Kokos, Erdnuss und Spinat klingt wahnsinnig gut.
    Liebe Grüße
    Tina

    1. Liebe Tina, ja, auch mir schmeckt das tansanische Rezept sehr. Ich freue mich, dass es auch deinen Geschmack trifft. Viele Grüße, Regina

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