Wann werden der Vesuv und die Phlegräischen Felder bei Neapel ausbrechen? Seit Monaten rätseln die Forscher und fast wöchentlich erscheint ein Artikel zu diesem Thema in der deutschen Fachpresse.

Wir verlassen den Golf von Neapel wieder in Richtung Norden und machen uns in Pozzuoli selbst ein Bild. Ein Teil von Pozzuoli wurde 1970 endgültig evakuiert und die Bewohner umgesiedelt. Hier sind die Phlegräischen Felder aktiv. Heute raucht es nur wenig, es riecht etwas nach Schwefel und ansonsten scheint es ruhig zu sein.

So geht es zunächst zur Markthalle mit ihrem bunten Treiben.

Nicht weit davon entfernt liegt das alte römische Marcellum, der antike Fleisch- und Fischmarkt. In der Mitte des Marcellums sehen wir den runden Tholos mit 16 korinthischen Säulen aus rosa Marmor und einem achteckigen Brunnen in der Mitte. Der Architrav des Brunnens wurde bereits von den Borbonen beim Bau des Königspalastes von Caserta entfernt. Die Überreste sind immer noch sehr eindrucksvoll.

Das Amphitheater Flavio, das drittgrößte seiner Art in Italien, ist ein wahrer Augenschmaus. Es liegt etwas oberhalb des Hafens und deshalb nicht im antiken Zentrum. Wahrscheinlich wurde es auf der Anhöhe erbaut, da es in der Nähe keinen geeigneten Platz gab. Die unterirdischen Gänge sind begehbar.

Nirgendwo sonst sind die unterirdischen Gewölbe so gut erhalten wie hier. Fast meint man, den Schweiß der Gladiatoren riechen zu können. Das Abwassersystem des Amphitheaters war mit dem augusteischen Aquädukt des Serino verbunden. So konnte man je nach Bedarf den unterirdischen Raum von den Fäkalien der Tiere reinigen oder den Wasserbedarf der Tiere und der Gladiatoren decken.

Die Außenfassade bestand aus zwei übereinanderliegenden Arkaden mit Dachterrassen, die leider nicht mehr erhalten sind. Die eigentliche Arena misst 72 x 42 Meter und ist mit quadratischen Falltüren versehen. Diese waren mit dem unterirdischen Bereich verbunden und sorgten für Überraschungseffekte beim Publikum.

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