Villa San Marco, Villa Arianna und Villa Oplontis

Im Jahr 79 n. Chr. wurden die Prunkvillen San Marco und Arianna in Stabiae südlich von Pompeji und die Villa Oplontis nördlich von Pompeji von der Aschewolke des Vesuvs verschüttet.
Alle 3 Villen sind wunderschön am Golf von Neapel gelegen mit Blick auf den Vesuv und hatten direkten Zugang zum Strand.

Noch heute zeugen sie von einem Reichtum und einer Ausstattung, die beeindruckt.
Eines haben alle drei Ausgrabungen gemeinsam: Die Besucherströme von Herculaneum und Pompeji fehlen hier völlig. Villa San Marco und Villa Arianna können kostenlos besichtigt werden, Villa Oplontis ist im Museumspass Kampanien (buchbar für 3 oder 7 Tage) enthalten.

Villa San Marco

Wir betreten die Villa durch das Eingangsportal. Außer uns gibt es nur einen weiteren Besucher.

Das Atrium und der säulenumsäumte Hof und begeistern uns.

Peter ist fasziniert vom „Swimmingpool“ im Garten. Er stellt sich vor, wie er hier mit Blick aufs Meer seine Bahnen zieht! Offensichtlich war es Mode, sich im Sommer hier im Garten abzukühlen. In der herbstlichen Stimmung, mit den fallenden Blättern, erinnert uns der Garten an die Vergänglichkeit der Zeit. Der Blick auf den Golf ist einfach traumhaft.

Villa Arianna

Wir entdecken ein Beispiel römischer Handwerkskunst: ein antikes Wasser-Absperrventil.

Einzigartig ist das große Triclinium (Speisesaal) direkt am Hang mit Blick auf den Golf.

Es ist gut belüftet und war im Sommer angenehm kühl. Hier ließ es sich bestimmt gut leben.

Die erhaltenen Wandmalereien erstaunlich. Die Highlights wurden jedoch entnommen und befinden sich im Nationalmuseum von Neapel.

Villa Oplontis

Die Villa Oplontis, die wir erst am späten Nachmittag erreichen, verzaubert uns. Wir staunen über die Ausmaße dieser Villa, über die 99 ausgegrabenen Räume und über das Schwimmbad mit einem mindestens 50 m langen Becken.

Beeindruckend sind die Skulpturen, die hier gefunden wurden.

Besonders schön sind die erhaltenen Fresken in leuchtendem Gold, Zinnoberrot und ägyptischem Blau mit Darstellungen von Pfauen, Masken, Sphinxen, den berühmten Granatäpfeln in einer Glasschale, einem roten Kuchen, einem Korb mit Feigen. Manches wirkt sehr modern.


Erst 1964 wurde mit der Ausgrabungen von der Villa Oplontis begonnen. So waren die Fresken vor der Witterung geschützt. Auch wird viel getan, um die Fresken weiter zu erhalten. Das machte es für uns so besonders, hier im wahrsten Sinne des Wortes “lustzuwandeln“, bis wir am Ende des Tages sanft nach draußen komplimentiert werden.

Dieser vergangene Prunk und Protz von vor 2000 Jahren hat uns in seinen Bann gezogen. Der Glamour hat auch auf uns abgefärbt. Es fühlt sich so an wie auf der Wolke sieben, so dass nur noch hilft, dies zu verstärken. Wir laufen zum Strand von Torre Annunziata hinunter, um hier einen Aperitif zu trinken. Ach, wie schön das Leben doch sein kann.

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