Diese kleinere antike Stadt liegt ebenfalls am Vesuv und ist etwas weniger besucht als Pompeji. Man nimmt an, dass der Name “Herculaneum” mit dem griechischen Helden Herakles zusammenhängt, was darauf hindeutet, dass die Stadt griechischen Ursprungs ist. Herculaneum war einst ein kleines, wohlhabendes Küstendorf und ein beliebtes Urlaubsziel für reiche Familien. Als der Vesuv im Jahr 79 n. Chr. ausbrach, wurde die Stadt nicht nur von Vulkanasche begraben, sondern auch von Vulkanschlamm. Mit der Verbindung von der Feuchtigkeit im Boden wurde die Stadt wunderbar konserviert. 

Gleich zu Beginn beeindrucken uns die gewaltigen Bootshäuser, damals direkt am Meer gelegen.

Im Gegensatz zu anderen Städten, die von der Asche des Vesuvs verschüttet wurden, sind in Herculaneum nicht nur die Gebäude, sondern auch viele empfindliche Gegenstände erhalten geblieben. Zum Beispiel ist ein Holzboot fast vollständig konserviert. 

Wir kommen an Garküchen vorbei und es ist unglaublich, dass fast 2000 Jahre vergangen sind, seit hier gekocht wurde!

Bei unserem Rundgang bewundern wir die Räume des Collegio degli Augustali, dessen Priester vermutlich den Kaiserkult pflegten. Erbaut im 1. Jh. v. Chr. wurde das Gebäude nach dem Erdbeben 62 n. Chr. erneuert und im 4. Stil bemalt. Diese Wanddekorationen sind außergewöhnlich gut erhalten.

Ungewöhnlich für so eine kleine Stadt ist, dass Herculaneum über zwei Badeanstalten verfügte. Wir schauen uns die Zentralthermen an, die in eine Männer- und Frauentherme unterteilt sind.

Berückend schön sind die Mosaiken in der Casa di Nettuno ed Amfitrite.

Die Palaestra, der römische Sportplatz ist nur zum Teil freigelegt und am Säulenumgang gut zu erkennen.

Die Casa dei Cervi war ein 200 qm großes Anwesen mit Blick aufs Meer.

Sie hat ihren Namen wegen Marmorskulpturen u.a. von Hirschen, die dort den Garten geschmückt haben und in den geschützten Räumen des Museums zu betrachten sind. Wunderschön!

Auch von den Dimensionen und der Ausstattung von den erhaltenen Häusern sind wir beeindruckt, seht selbst:

Ohne diese Zeugnisse in Herculaneum und Pompeji hätten andere römische Ausgrabungen nicht rekonstruiert werden können. Manches wirkt erstaunlich modern.

Viele finden Herculaneum spektakulärer als Pompeji, weil hier Details erhalten sind, die in Pompeji lange vergangen sind. Für uns war der Besuch Herculaneums ein guter Einstieg und eine Vorbereitung auf das, was uns in Pompeji erwartete!

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