Màfe – Die kulinarische Weltreise reist nach Senegal

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Màfe – Ein senegalisches Erdnuss-Huhn-Gemüse-Gericht

Wir reisen mit der Reisegruppe der "Kulinarischen Weltreise" mit unserem Reiseleiter Volker nach Senegal.
Senegal, im westlichen Teil des afrikanischen Kontinents gelegen, erstreckt sich von der Atlantikküste und dem namensgebenden Fluss Senegal an der Nordgrenze bis in die östlichen Gebiete der heißen Sahelzone und grenzt im Süden in Ost-West-Richtung an die Nachbarstaaten Guinea und Guinea-Bissau.
Was mir vorher nicht bewusst war: Fast wie eine Enklave umschließt der Senegal Gambia vollständig.
95 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam. Die Europäer betrieben Handel, nicht zuletzt Sklavenhandel, bis Frankreich 1895 den Senegal zur französischen Kolonie erklärte. Am 20. August 1960 erlangte Senegal seine Unabhängigkeit zurück. Er wurde zur Republik Senegal mit einem Mehrparteiensystem. Er ist damit einer der wenigen demokratischen Staaten auf dem afrikanischen Kontinent.
Demokratie ist überall auf der Welt in Gefahr. In den vergangenen Wochen sind tausende Senegalesen auf die Straße gegangen, um ihre Demokratie zu verteidigen. Was war der Grund? Der derzeitige Präsident Macky Sall hat Anfang des Jahres 2024 bestimmt, die im Februar 2024 angesetzten Wahlen um ein halbes Jahr zu verschieben. Nun macht die Bevölkerung Druck auf Sall. Es bleibt zu hoffen, dass das partizipatorische Regierungssystem sich behaupten kann.
Mir gefällt, dass die Senegalesen auf die Straßen gehen. Demokratie ist so ein wichtiges Gut. Auch wir Deutschen gehen auf die Straßen, die Demokratie zu wahren. Sogar wir Bloggerinnen und Blogger nehmen Stellung, zum Bespiel bei der tollen Aktion: #wirsindbuntboom.
Mein gewähltes Rezept ist ein Màfe. Dieser Eintopf wird mit Gemüse und Huhn, Lamm oder Rind in einer Erdnusssoße zubereitet. Ich habe mich für die Huhnvariante entschieden. Das Rezept habe ich in Anlehnung an ein Rezept im Blog saveur.com zubereitet.
Gericht Hauptgericht
Küche Senegal
Keyword Hühnchen
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 39 Minuten
Portionen 2
Autor regina

Zutaten

Màfe

  • 400 g Hühnchenfleisch in Stücke geschnitten
  • 30 ml Erdnussöl
  • Salz und Pfeffer zum Würzen
  • 6 Knoblauchzehen klein gehackt
  • 1 Zwiebel fein gehackt
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1 Chilischoten klein gehackt
  • 2 Lorbeerblätter
  • 150 g Frühlingskarotten in Hälften geschnitten
  • 10 Okraschoten (eventuell gefroren)
  • 1 kleine Süßkartoffel geschält und in Würfel geschnitten
  • 150 g Weißkohl in Streifen geschnitten
  • 100 g Erdnussbutter mit heißem Wasser flüssig gemacht
  • 700 ml Gemüsebrühe
  • Optional: Saft einer 1/2 Limette

Beilage

  • 100 g Basmatireis

Anleitungen

Màfe

  • Das Erdnussöl erhitzen und die Hähnchenstücke darin scharf anbraten.
  • Sobald sie etwas braun werden, werden die Stückchen herausgenommen und mit Salz und gemörsertem Pfeffer gewürzt.
  • Im restlichen Öl werden die Zwiebelwürfel angebraten.
  • Sobald auch die Zwiebelwürfel etwas Farbe annehmen, kommt der Knoblauch, das klein geschnittene Chili und das Tomatenmark hinzu.
  • Alles nochmals umrühren und mit der Gemüsebrühe ablöschen.
  • Die Hälfte des Erdnussmus wird eingerührt.
  • Danach kommen die Möhren, die Süßkartoffelwürfel und die Kohlstreifen hinzu.
  • Alles wird auf relativ hoher Hitze mit offenem Deckel ca. 25 Minuten gekocht. Die Brühe sollte sich reduzieren.
  • Zum Schluss kommen die restliche Erdnussbutter, wieder die Hähnchenstückchen und die Okraschoten hinzu. Alles weitere 15 Minuten schmoren lassen.
  • Eventuell mit Limettensaft würzen.
  • Mit Basmatireis servieren.

Alle weiteren Mitreisenden werden hier notiert:

10 Kommentare

  1. Das sieht ganz hervorragend aus und schmeckt sicher auch so! Ich habe vor etwa 2 Jahren auch schon mal ein Mafé-Hühnergericht gekocht, was uns sehr gut gefallen hat.

    1. Liebe Petra, ja, ich hatte dein Rezept auf deinem Blog gesehen. Es war sicher sehr lecker. Viele Grüße, Regina

  2. Hallo Regina,
    wie wenig wir alle über den Senegal wissen, stimmt’s?! Da will ich schon lange mal hin – und dann würde ich sicher dieses Gericht kosten wollen! Das sieht sehr verlockend aus.
    Und so wichtig, dass die Menschen für die Demokratie auf die Straße gehen! Es gibt ja doch einige Länder in Afrika, die die letzten Jahre gekippt sind. Hierzulande geht das oft unter…
    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara, ja, wir wissen sehr wenig. Das kann ich von mir auch sagen. Deshalb liebe ich die Kulinarische Weltreise. Es geht ja nicht nur ums Kochen. Mir geht es auch darum, ein wenig hinter die Kulissen zu schauen. Viele Grüße, Regina

  3. Ich versuche es nochmal – wir wissen zu wenig über den Senegal, eigentlich über den Großteil von Afrika. Dass man in Senegal auf die Strasse geht, wusste ich auch nicht und finde es richtig gut .
    Und auch dein Hühnchen gefällt mir – ich liebe diese Erdnusssauce.

    1. Liebe Susanne, ja, auch ich weiß wenig über Afrika. Ab und zu kommt ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung, wie z.B. die Nachricht aus Senegal. Danke für dein nettes Feedback zum Hühnchen :-). Viele Grüße, Regina

  4. Ich schließe mich dem allgemeinen Nichtwissen an. Ich hätte den Senegal wohl auf der Weltkarte gefunden und weiß, dass die Hauptstadt Dakka heißt, aber das war’s dann auch schon.

    Ich liebe ja Erdnüsse bzw. Erdnusssaucen, somit finde ich Dein Mafé-Rezept sehr lecker.

    Liebe Grüße
    Britta

    1. Liebe Britta, ja, Erdnusssaucen schmecken lecker. Viele Grüße, Regina

  5. Hallo Regina,

    danke für das Rezept und die Hintergründe. Wie Du sagst, ist das auch ein Teil der kulinarischen Weltreise und ich freue mich über die Infos.

    LG Volker

    1. Lieber Volker, ja, die Reise ist einfach immer spannend. Vielen Dank für diese Idee! Viele Grüße, Regina

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