Khichuri mit Huhn – ein Gericht aus Bangladesch

Drucken

Chicken-Khichuri – ein Gericht aus Bangladesch

Die kulinarische Weltreise, veranstaltet von Volker von volkermampft.de, führt uns im Februar nach Bangladesch. Bangladesch ist ein Staat in Südasien und gehörte bis 1947 zu Britisch-Indien. Der heutige Staat Bangladesch grenzt im Süden an den Golf von Bengalen, im Südosten an Myanmar und wird von den indischen Bundesstaaten Meghalaya, Tripura, Westbengalen, Mizoram und Assam umschlossen. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Bangladesch der acht größte Staat der Erde. Er steht auf Platz eins der Flächenstaaten gemessen an der Bevölkerungsdichte. Flächenmäßig gehört es mit Rang 92 nur zu den mittelgroßen Staaten. Die überwiegende Mehrheit der Bürger sind sunnitische Muslime.
Durch einen wirtschaftlichen Aufschwung konnte Bangladesch seine sozialen und wirtschaftlichen Indikatoren deutlich verbessern, zählt aber immer noch zu den ärmsten Ländern des asiatischen Kontinents.
Bangladesch ist eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder der Welt. Durch den Anstieg des Meeresspiegels droht ein Fünftel der Landesfläche dauerhaft überflutet zu werden. Im August 2022 stand nach heftigen Regenfällen ein Drittel des Landes unter Wasser.
Die Küche Bangladeschs ist typisch südasiatisch. Huhn, Rind, Lamm oder Fisch werden mit scharfen Gewürzen und viel Gemüse zubereitet. Die Gerichte der indischen und der bangladeschischen Küche ähneln sich.
Ich entscheide mich für ein Khichuri mit Huhn. Für Khichuri gibt es unzählige Schreibweisen, zum Beispiel Khichari, Khichdi oder Khichadi. Dieses geschmorte, langsam gekochte Curry ist ein Alltagsgericht, fast schon ein Grundnahrungsmittel in Bangladesch, sagt man jedenfalls. Man kann es auch in einfachen Garküchen bestellen. Ich entscheide mich für einen Rezeptvorschlag angelehnt an die Rezepte in https://www.banglarrannaghor.com.
Khichuri-Gerichte wurde bereits vom griechischen König Seleukus erwähnt. Auf seinem Feldzug (305-303 v. Chr.) berichtete er, dass Reis mit Hülsenfrüchten bei den Bewohnern des indischen Subkontinents sehr beliebt sei. Strabo erwähnt, dass die indische Küche hauptsächlich aus Reisbrei bestand. Der marokkanische Reisende Ibn Battuta erwähnt khichdi als ein Gericht aus Reis und Mungobohnen, das in Indien während seines Aufenthalts um 1350 gegessen wurde, und khichdi wird in den Schriften von Afanasiy Nikitin beschrieben, einem russischen Abenteurer, der den indischen Subkontinent im 15.
Ihr seht, dieses Gericht wird seit langem gegessen und gekocht, jetzt auch von mir und meinem Mann. Diese Version schmeckt einfach köstlich. Probiert es aus.
Gericht Eintopf
Küche Bangladesh
Keyword Hähnchen
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 4 Stunden 30 Minuten
Portionen 2
Autor regina

Kochutensilien

  • 1 großer Topf

Zutaten

Hähnchen marinieren

  • 400 g Hähnchenfleisch in mundgerechte Stücke geschnitten
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 rote Chilischote sehr fein gehackt
  • 1/2 TL Koriander gemahlen
  • 1/2 TL Kumin
  • 1/2 TL Garam Masala
  • 1 EL geriebener frischer Ingwer
  • 1 EL frischer Knoblauch durch die Presse gedrückt
  • 2 EL Zitrone nur den Saft
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Hähnchen anbraten

  • 50 ml Erdnussöl
  • 1 Zwiebel gehackt
  • 4 Nelken
  • 1 Stück Zimtstange
  • 2 Lorbeerblätter

Hülsenfrüchte, Reis

  • 100 g Mung Dal Die Mung Dal unter fließendem Wasser abspülen und danach 1 Stunde vor dem Kochen in kaltem Wasser eingeweichen. Das Wasser sollte ungefähr 1 1/2 cm drüber stehen.
  • 50 g rote Linsen Die rote Linsen unter fließendem Wasser abspülen und danach 1 Stunde vor dem Kochen in kaltem Wasser eingeweichen. Das Wasser sollte ungefähr 1 1/2 cm drüber stehen.
  • 100 g Basmatireis
  • 1 rote Chilischote halbiert und entkernt
  • 1 große Tomate in kleine Stückchen geschnitten
  • 150 ml Wasser

Topping

  • 1 Zwiebel in Ringe geschnitten
  • 2 EL Ghee
  • 1 EL Korianderblättchen

Anleitungen

Hähnchen marinieren

  • Die Hähnchenstückchen mit allen Zutaten, die oben angeführt sind, vermischen und 1/2 Stunde einziehen lassen.

Hähnchen anbraten

  • Das Erdnussöl in einem großen Topf erhitzen und die Hähnchenstückchen darin anbraten. Die Hähnchenstückchen sollten nur etwas angebraten sein, d.h. nicht bräunen.
  • Dann die Zwiebelwürfel dazugeben und auch die Zwiebel kurz andünsten.

Nun alle weiteren Zutaten zugeben

  • Nun kommen die 2 Linsensorten und der Reis dazu. Sollte noch etwas Einweichwasser dabei sein, sollte dieses nicht abgegossen werden.
  • Auch die Nelken, die Lorbeerblätter, die Chilischote, den Zimt und die Tomatenstückchen hinzufügen und mit dem Wasser ablöschen.
  • Das Ganze sollte einmal aufgekocht werden und dann bei sehr kleiner Hitze weitere 30 Minuten simmern.

Topping

  • Die Zwiebelringe in Ghee anbraten, bis sie gebräunt sind.
  • Die Zwiebelringe und die Korianderblättchen auf die zwei Portionen Khichuri verteilen.

Hier werden alle Mitreisenden nach und nach genannt:

Eine ayurvedische Variante:

Die britische Adaption:

Alle weiteren Mitreisenden sind:

14 Kommentare

  1. 5 Sterne
    Das sieht richtig lecker aus. Ich steuere eine Portion Ruti bei…

    1. Liebe Kathrina, dein Ruti nehm ich gerne. Das passt. Viele Grüße, Regina

  2. Du hast dein Gericht ja wieder stilecht präsentiert – so schön! Ich habe schon mal eine vegetarische Version (Masala Khichdi mit Reis und Mungbohnen) gemacht – mit Huhn stelle ich mir das aber auch lecker vor!

    1. Liebe Petra, dein Masala Khichdi muss ich auch mal kochen. Geht gibt unzählige Varianten von Khichuri. Das finde ich spannend. Viele Grüße, Regina

  3. Hmmm… das klingt wirklich lecker.
    Die Gewürz- und Aromenvielfalt Bangladeschs hat mich restlos abgeholt.

    Liebe Grüße
    Britta

    1. Liebe Britta, ja, die Küche von Bangladesch ist lecker! Viele Grüße, Regina

  4. 5 Sterne
    Ich liebe diese aromatischen Gerichte mit vielen Gewürzen. Super präsentiert ist das auch noch – einfach köstlich sieht es aus.

    1. Liebe Cornelia, vielen Dank für deine nette Rückmeldung. Gruß, Regina

  5. Oh, ich liebe dieses Reis-Linsengericht. Ich habe das bisher immer pur gegessen und noch nie mit Fleisch, da besteht dringender Nachholbedarf – deine Version sieht köstlich aus.

    1. Liebe Susanne, ja, mit Huhn schmeckt das Khichuri richtig lecker. Viele Grüße, Regina

  6. Sehr interessant, was du zu diesem Gericht und der Herkunft schreibst! Ich koche veganes „Kitchari“ mit Reis, Mungbohnen und Gemüse, was gerade da ist, nach einem ayurvedischen Rezept sehr gerne, vor allem, weil es mir so wohltuend schmeckt! Mit Huhn kann ich es mir aber auch gut vorstellen.
    (https://fliederbaum.blogspot.com/2021/02/ayurveda-challenge-kitchari-mit.html)
    lg

    1. Liebe Friederike, es ist tatsächlich so, dass es sehr, sehr viele Varianten von Kitchari gibt. Deine vegane Variante interessiert mich auch. Viele Grüße, Regina

  7. Hallo Regina,

    das Gericht trifft genau meinen Geschmack. Danke dafür und auch für die weitergehende Einsortierung des Landes.

    LG Volker

    1. Lieber Volker, das freut mich, dass dich mein gewähltes Gericht erfreuen würde. Viele Grüße, Regina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Recipe Rating