Ein Apfelkuchenrezept von Isolde

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Apfelkuchenrezept von Isolde

Meine Oma Isolde kochte und backte nach bewährten Familienrezepten, die alle sehr gut schmeckten. Alle konnten sich darauf verlassen, dass keine Experimente gewagt wurden. Wozu auch? Die ganze Familie liebte ihren Apfelkuchen und ihre sonstigen Leckereien. Aber auf den Apfelkuchen war sie besonders stolz. Stolz konnte sie auch sein. Der Kuchen sah immer lecker aus und schmeckte auch so. Die Mischung aus Süße, dem säuerlich-herben Geschmack der Äpfel und der knusprigen Kruste verzauberte uns alle.
Erst kürzlich fragte unser Sohn nach dem Rezept. Zum Glück hatte Oma Isolde es mir diktiert und ich hatte es direkt in meine handschriftliche Rezeptsammlung geschrieben. Allerdings hatte ich den Apfelkuchen noch nie selbst gebacken. Im Nachhinein weiß ich nicht, warum ich es nicht getan habe. Vielleicht lag es daran, dass dieser Apfelkuchen oft bei Oma Isolde auf uns wartete. Dann konnte er mit großer Freude gegessen werden. Als sie dann starb, waren wir traurig. Der Apfelkuchen ist ein bisschen mit ihr gestorben.
Heute nehmen wir an einem "Friendsgiving Dinner" im Deutsch-Amerikanischen Institut teil. Wir werden gebeten, einen Kuchen zum Teilen mitzubringen. Dieser Kuchen sollte möglichst nach einem alten Familienrezept gebacken sein. Da ist der leckere Apfelkuchen von Isolde genau das Richtige.
Im Apfelkuchen steckt für mich viel: Die Äpfel stehen für den Erntedankgedanken. Außerdem stammen meine Äpfel von einer Streuobstwiese. Ich stehe für das Regionale und Saisonale. Dann steht er für die Tradition, unsere Familientradition. Es steht aber auch für die Erinnerung, die Erinnerung an Isolde, die vor nunmehr 4 Jahren verstorben ist.
Es ist besonders schön, dies im Rahmen des Friendsgiving Dinner zu tun. Es ist wunderbar, sich mit Freunden an einen Tisch zu setzen und gemeinsam fröhlich und ausgelassen zu feiern.
Schön ist, dass auch Isolde ein klein wenig dabei ist.
Gericht Gebäck
Küche Deutschland
Keyword Apfelkuchen, Mandelkruste
Portionen 8
Autor regina

Kochutensilien

  • 1 Springform

Zutaten

Mürbeteig

  • 200 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 3 EL Zucker (gestrichen voll)
  • kleine Tasse Milch (ca. 40 ml)
  • 1 Ei

Apfelmischung

  • 750 g Äpfel in Scheiben geschnitten und mit etwas Obstler beträufelt (daran erinnerte sich mein Mann, seine Mutter verriet dies nicht)
  • 3 EL Zitronensaft (statt Obstler, falls Kinder im Haus sind)
  • 1/2 TL Zimt

Guss

  • 125 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Vanillezucker (Päckchen)
  • 4 EL Sahne
  • 3 EL Mehl
  • 150 g gestiftete Mandeln

Anleitungen

Mürbeteig

  • Mehl, Butter, Zucker, Ei, und Milch verkneten und 1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Äpfel

  • In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, vierteln, in Scheiben schneiden und mit dem Zitronensaft oder Obstler beträufeln. Den Zimt unterheben.

Guss

  • Für den Guss die Butter zerlassen und das Mehl unterrühren. Sobald es sich gut verbunden hat, den,Zucker, Vanillezucker, die Sahne und die Mandelsplitter zufügen. Gut verrühren.

Fertigstellung

  • Den Mürbeteig auswellen und in die Springform legen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Auch hier korrigierte mich mein Mann, ich hätte viel zu wenig "Löcher" gemacht:-))
  • Die Apfelstückchen auf den Teig verteilen.
  • Den Guss auf dem Kuchen gleichmäßig verteilen.
  • Bei 180° Umluft ca. 45 Minuten backen.

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