Almaty – eine Stadt im Aufbruch und Umbruch 2026

Die Stadt Almaty ist eine Stadt im Wandel. Tradition und Moderne treffen hier auf engem Raum aufeinander. Kleine, oft schon in die Jahre gekommene kasachische Häuschen stehen direkt neben prachtvollen Neubauten wohlhabender Familien. Viele der alten Häuser sind bereits zum Verkauf ausgeschrieben und warten auf ihren Abriss.

An zahlreichen Stellen prägen Baustellen das Stadtbild. Bagger räumen ganze Straßenzüge und Viertel ab, um Platz für neue Wohn- und Geschäftskomplexe zu schaffen. Gleichzeitig stehen noch viele sowjetische Wohnblocks aus vergangenen Jahrzehnten. Zahlreiche dieser Gebäude wirken von außen stark sanierungsbedürftig. Fassaden bröckeln, und es scheint, als würden kaum noch Investitionen in die äußere Instandhaltung fließen. Wie die Wohnungen im Inneren aussehen und in welchem Zustand sie sich befinden, können wir von außen nicht beurteilen.

Auch Relikte aus der Sowjetzeit sind allgegenwärtig. Massive Eingangstüren aus Stahl schützen bis heute manche Hauseingänge und erinnern an die Architektur vergangener Zeiten.

Das Verkehrsnetz der Millionenstadt ist auf große Verkehrsströme ausgelegt. Breite, mehrspurige Straßen führen in die Stadt hinein und wieder hinaus. Um die stark befahrenen Verkehrsachsen sicher zu überqueren, wurden an vielen Stellen Fußgängerbrücken errichtet. Sie ermöglichen den Bewohnern und auch uns, die Straßenseite zu wechseln, ohne vom dichten Verkehr verschlungen zu werden.

Almaty präsentiert sich damit als Stadt zwischen Vergangenheit und Zukunft: Einerseits sind die Spuren der Sowjetzeit noch deutlich sichtbar, andererseits wächst und modernisiert sich die ehemalige Hauptstadt Kasachstans mit beeindruckender Geschwindigkeit. Gerade dieser Kontrast verleiht der Stadt ihren besonderen Charme.

Eines der langfristigen Staatsziele Kasachstan ist die sogenannte Strategie „Kasachstan 2050“. Das Kernziel dieser Strategie ist, bis zum Jahr 2050 in die Gruppe der weitesten entwickelten Staaten der Welt zu gehören, zu der Gruppe der “Top 30”. Dabei geht es nicht nur um Wirtschaftswachstum, sondern um eine umfassende Modernisierung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu gehören auch die Verbesserung des Gesundheitswesens und der Lebensqualität. Vielleicht ist das ein Grund, weshalb wir in Kasachstan sein können :-).  

Natürlich ist die Frage, ob dieses Ziel erreichbar sein wird. Ob es tatsächlich bis 2050 zu den „Top 30“ aufschließt, können wir nicht beurteilen.

Was wir beurtielen können, sind die Städte im Wandel, wie Almaty und Aktobe. Bei beiden Städten kann man an den Baustellen und Neubauten sehen, dass dieses ehrgeizige Ziel in Angriff genommen wird.

Almaty 2026

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