Osterpinzen

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Osterpinzen

Beim Synchronbacken von Zorras Kochtopf.me am Sonntag, 16. März 2024, wurden Osterpinzen gebacken. Osterpinzen sind ein österreichisches Gebäck aus süßem Hefeteig. Offenbar gibt es die Pinzen auch beim Münchner Bäcker Rischart. Das Rezept hat uns Petra von Chili & Ciabatta verraten. Nach diesem Rezept backen wir Synchronbäckerinnen und -bäcker.
Obwohl wir oft in München sind, hatte ich dieses Gebäck noch nie dort gesehen. Die Zutaten ähneln denen eines Osterkranzes. Eine Art größeres Brötchen wird vor dem Backen dreimal eingeschnitten. Dies soll die Dreifaltigkeit symbolisieren: Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. In unserer säkularisierten Welt, in der oft kein Bezug mehr zur christlichen Kirche und Religion hergestellt werden kann, ist dieser Bezug zu Ostern meiner Meinung nach nicht mehr nachvollziehbar. An Ostern gibt es Ostereier, wir feiern eine Art Frühlingsfest und es wird auch nicht gearbeitet.
Ich selbst bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Das Osterfest gefiel mir. Ich erlebte es weniger stressig, als das Weihnachtsfest. Die lange Winterzeit ging dem Ende entgegen.
Die Osterpinzen mag ich auch. Symbol hin oder her: Man kann sie gut am Tisch teilen. Das Brot brechen als Symbol geht weit über die christliche Symbolik hinaus. Auch im Orient wird zu Beginn jeden Essens das Brot gebrochen.
So freue ich mich, dass Petra mit uns dieses Rezept geteilt hat. Ich teile die Pinze mit meinem Mann und an Ostern mit unserer Familie. Mit euch Synchronbäckerinnen und Bäcker teile ich die Erfahrungen beim Backen.
Ich habe mich für eine Übernachtgare entschieden. Am Sonntagmorgen den Teig aufzusetzen, mag ich nicht. Die letzten Handgriffe an den Pinzen vorzunehmen, das mache ich gerne. Ein frisches Hefegebäck zum Sonntagsfrühstück, es gibt nichts Besseres!
Mein Trick, damit die Pinzen herrlich fluffig werden: Im Originalrezept werden Butterflöckchen in den Teig gegeben und alles zu einem Teig vermischt. Ich teile die Butter in 3 Teile und welle jeweils den Teig im Abstand von ca. 1/2 Stunde aus und bestreiche ihn mit jeweils 1/3 der Butter. Dabei falte ich den Teig danach mehrmals zusammen. Danach ruht der Teig wieder im Kühlschrank.
Gericht Gebäck
Küche Österreich
Keyword Hefeteig, Übernachtgare
Vorbereitungszeit 12 Stunden
Zubereitungszeit 12 Stunden 45 Minuten
Autor regina

Kochutensilien

  • 1 Küchenmaschine Handrührer wird nicht empfohlen!

Zutaten

Teig

  • 500 g Mehl
  • 140 ml Milch eventuell etwas mehr
  • 70 g Zucker
  • 2 Eigelb
  • 2 Eier (ohne Schale)
  • 15 g Frischhefe
  • 1 Vanilleschote nur das Mark
  • 1 Zitronen den Abrieb und 1-2 EL Saft

Butter zum Bestreichen des Teigs

  • 75 g Butter (zimmerwarm) in 3 Teile geteilt und im Abstand von 1 Stunde jeweils auf den Teig gestrichen

Glasur

  • 1 Ei
  • 1 EL Milch
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Prise Salz

Anleitungen

Teig

  • In der Milch wird die Hefe aufgelöst.
  • Dann werden in die Rührschüssel das Mehl, der Zucker, die Eigelb, die Eier, die Hefemilch, das Mark der Vanilleschote, den Abrieb der Zitrone und der Zitronensaft gegeben.
  • Langsam wird der Rührvorgang gestartet.
  • Mit der Zeit wird das Rührtempo gesteigert und der Teig wird auf höchster Stufe ca. 3 Minuten geknetet.
  • Der Teig wird in eine verschließbare Schüssel gegeben und zum Ruhen in den Kühlschrank gegeben.
  • Nach einer Stunde wird zum ersten Mal der Teig aus dem Kühlschrank genommen. Der Teig wird zu einem Rechteck ausgewellt und mit einem Drittel der Butter bestrichen.
  • Der Teig wird mehrmals eingeklappt und wieder in die Schüssel gegeben.
  • Dieser Vorgang wird noch zweimal im Abstand von ca. 1/2 Stunde wiederholt.
  • Danach ruht der Teig über Nacht.

Fertigstellung

  • Der Teig wird aus dem Kühlschrank genommen und in 3 Teile geteilt.
  • Die 3 Teile werden zu flachen Broten geformt, die dann ca. 30 Minuten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech unter einem Tuch ruhen.
  • Danach wird das Ei, die Milch, Zucker und Salz werden mit einer Gabel aufgeschlagen und mit einem Backpinsel auf die Brote gestrichen.
  • Die Glasur wird 10 Minuten getrocknet.
  • Anschließend werden die Brote nochmals mit der Glasur bestrichen und weitere 10 Minuten getrocknet.
  • Zum Schluss werden die Brote an 3 Stellen einigermaßen symmetrisch mit einer geölten Küchenschere tief eingeschnitten, damit die typische Pinsenform entsteht.

Backen

  • Der Backofen wird auf 160° Umluft vorgeheizt.
  • Anschließend werden die Pinsen ca. 25 Minuten goldgelb gebacken.

Notizen

Bei dem Rezept werden 2 Eiweiße nicht gebraucht. Ich habe damit meine Mandelplätzchen gebacken

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