Markgräflerland – ein Frühlingsausflug

Kultur, Wandern in idyllischer Landschaft, Wellness (Thermalbäder), gutes Essen, süffiger Wein? Das alles findet ihr im Markgräflerland! Eine kleine Auszeit hier vertreibt den Winterblues, versprochen.
Südlich von Freiburg bis zur Schweizer Grenze erstreckt sich das Markgräflerland.


Auf unserer 3-tägigen Tour:

  • wanderten wir durch Weinberge
  • begaben wir uns auf die Spuren der Römer in Badenweiler, Heitersheim, Müllheim und in Augusta Raurica
  • ließen wir uns im Landgasthof Krone in Heitersheim verwöhnen (kostenlose Werbung). Der Bib Gourmand wurde hier zu Recht verliehen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist unschlagbar. Zudem gefiel uns unser geräumiges Zimmer und im Wellnessbereich genossen wir das Freiluft-Thermalbecken, die Saunen und die schönen Ruheräume.
  • Last but not least sind die zahlreichen Weingüter immer einen Besuch wert. Man hat die Qual der Wahl. Süffig ist der Rebensaft hier allemal.

Da bleibt nur mit Johann Peter Hebel (1760-1826, Gedicht: Der Schwarzwälder im Breisgau) zu sagen:
Wahrlich „Tausigsappermost“!!! (Gesprochen: Duusig-Sapper-Moscht).

Noch ein paar ergänzende Worte zu den Römerfunden:

Die Besetzung Südwestdeutschlands durch römische Truppen begann mit dem Germanienfeldzug des von Augustus‘ Adoptivsohn Drusus 12-9 v. Chr. Unter Kaiser Vespasian besetzten die Römer um 72 n. Chr. das Gebiet jenseits von Rhein und Donau, das sie bereits vorher indirekt kontrolliert hatten. Als Agri Decumates blieb das Gebiet unter Militärverwaltung. Um 85 n. Chr. ließ Kaiser Domitian Befestigungsanlagen bauen und richtete die neue Provinz Germania Superior ein. Unter römischem Schutz blühte die Region auf und profitierte von den zahlungskräftigen Grenztruppen, die versorgt werden mussten. Siedlungen, Gehöfte, luxuriöse Villen und Bäder entstanden. Ende des 3. Jahrhunderts ging das Gebiet an die Alemannen, nachdem die römischen Truppen abgezogen waren. Der Wohlstand lockte viele Zuwanderer, besonders aus Gallien an. Heute noch lassen sich zahlreiche Spuren der Römer in der Region auffinden:

Die Badruine in Badenweiler gilt als die größte und kostbarste Thermalruine nördlich der Alpen. Schon im Jahre 75 n. Chr. ließen die Römer eine Siedlung in der südbadischen Gemeinde errichten. Unter dem Markgrafen Karl Friedrich wurde die Badeanlage 1783 wiederentdeckt und ausgegraben. Sie kann ganzjährig besichtigt werden.

Die Villa Urbana in Heitersheim gehört zu den frühesten bekannten Villenanlagen auf der rechten Rheinseite. Sie wurde im Stil einer italienischen Landvilla errichtet und bestand aus einem Herrschaftsbereich und einem davon mit einer Portikushalle abgetrennten Wirtschaftsbereich. Schon Plinius der Ältere beschrieb die Lage zutreffend: „Die Villa liegt am Fuß eines Gebirges, blickt aber wie von oben in die Landschaft. Im Rücken hat sie Berge, aber etwas entfernt; von ihnen erhält sie auch an einem heiteren und ruhigen Tag Luftzüge, die aber nicht schneidend und unmäßig sind, sondern durch die Entfernung ermüdet und gebrochen“.

Die römische Stadt Augusta Raurica liegt rund zehn Kilometer östlich von Basel am Südufer des Rheins. Offiziell wurde sie im Jahr 44 v. Chr. gegründet und entwickelte sich zur größten Stadt der Region. Um 200 n. Chr. lebten hier etwa 15 000 Menschen. Noch heute sind bis zu 30 Gebäudereste zu besichtigen. Imposant ist das römische Theater. Aber auch der detailgetreue Nachbau eines Römerhaus mit Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Bädern und Innenhof ist richtig spannend.

Die komplette Bildergalerie findest du hier: www.lichtglobal.de!

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