Souesmes – ein Zwischenstopp

Wir übernachten in einem echten Schloss in Souesmes, in der Nähe von Lamotte-Beuvron! Solltet ihr diese Orte kennen? Ich kannte beide Orte nicht. Aber das Château liegt auf unserem Weg nach Süden. Auf dem Weg zum Schloss wurde für ein Tarte-Tatin-Fest Mitte September geworben. Schade, so lange sind wir leider nicht in Frankreich. Das Fest muss ohne uns stattfinden. Aber nun zunächst zur Geschichte der Tarte Tatin:

Die Tarte ist nach den Schwestern Caroline und Stéphanie Tatin benannt, die Ende des 19. Jahrhunderts in Lamotte-Beuvron ein Hotel mit Restaurant betrieben. Stéphanie soll die Tarte Tatin zufällig erfunden haben. Sie vergaß aus Versehen, den Teig in die Form zu geben. Erst als alle Äpfel in der Form waren, bemerkte sie das kleine Missgeschick. Kurzerhand legte sie den vergessenen Teig einfach über die Äpfel. Vor dem Servieren stürzte sie den Kuchen auf den Kopf und servierte ihn noch warm. Die Gäste staunten über das ungewöhnliche Dessert, genossen es aber. Mitte September werde ich mein eigenes Tarte Tatin Fest veranstalten! Das muss jetzt sein.

Wie gesagt, wir übernachten jetzt 20 km von Lamotte-Beuvrons entfernt. Deshalb nehme ich euch mit auf einen kleinen Rundgang durch das Schloss. Die beiden Ecktürme stammen aus dem 12. Der Rest des Schlosses wurde Anfang des 17. Jahrhunderts angebaut bzw. das damalige „Gemäuer“ modernisiert.

Natürlich sind immer wieder Erneuerungen nötig. Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss mit Badezimmern ausgestattet. Erst 2014 wurde die Burg an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Zuvor gab es einen Brunnen und Wasser aus dem Bach „Petite Sauldre“.
Das Schloss befindet sich im Privatbesitz des Ehepaars Gabriel de Vulpillières. Es ist ganz zauberhaft, hier zu übernachten.

Und das Frühstück hat uns sehr gut geschmeckt.

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