Showdown – “In Therapie”

Uff, ich habe die 35 Folgen von Therapie geschafft. Was passierte in den Folgen 21-35?

Adel erinnert sich an die Einzelheiten des Massakers an der Familie seines Vaters. Ihm werden die schrecklichen Geräusche, Gerüche, die Angst und die Folgen bewusst. Beim Zurückblicken erkennt er seinen Vater überdeutlich. Das Verhalten seines Vaters war für ihn als Kind “unmenschlich”. So, als wolle er das Massaker sühnen, entschließt er sich, als Freiwilliger nach Syrien zu gehen und gegen die Dschihadisten zu kämpfen. Niemand kann ihn aufhalten. Schon nach 2 Tagen in Syrien stirbt er auf tragische Weise.

Ariane kann nach einem Jahr Therapie vom Tod ihrer Mutter und der anschließenden Depression ihres Vaters berichten. Sie war damals 15 Jahre alt. In ihrer Einsamkeit wendet sie sich einem sehr viel älteren Freund der Familie, Serge, zu. Es kommt zu sexuellen Handlungen. Ihr Vater schützt sie nicht! Es wird deutlich, dass dieser sexuelle Missbrauch sie in allen Beziehungen seither beeinflusst hat.

Ariane und Philippe treffen sich bei der Trauerfeier von Adel. Philippe gesteht Ariane seine Liebe und erzählt von seinem Vater. Er hatte sich mit einer sehr viel jüngeren Frau liiert. Diese Erfahrung verfolgt seither Philippe. Ihr wird deutlich, dass sich hier zwei Traumata mischen. Ihre Erfahrungen mit Serge und die von Philippe.

Leonora und Damien: Ein Kommunikationsmuster zwischen Damien und Leonora ist sich zu streiten und anschließend sich im Bett zu versöhnen. Durch die Therapie wird es Damien möglich, verbindlich und versöhnlich auf Leonora zuzugehen. Das ist eine Verhaltensweise, mit der Leonora wenig anfangen kann. Gezielt lässt sie sich auf einen One-Night-Stand mit ihrem Chef ein. Bei einer Therapiesitzung gesteht sie dies Damien. Er reagiert verletzt und kann nicht vergeben. Leonora zieht Parallelen zum Tod ihres Vaters. Als sie ein Kind war, wurde er beim Spaziergang beim Überqueren einer Straße von einem Bus überfahren. Sie kann sich nicht vergeben. Sie fühlt sich schuldig. Sie selbst war am Straßenrand stehen geblieben. Auch den One-Night-Stand kann sie sich nicht vergeben. Das Paar plant die Scheidung. Im Moment sehen sie keine gemeinsame Zukunft.

Philippe und Charlotte: Charlotte hat sich beim Rom-Aufenthalt gleich zu Anfang von ihrem Lover distanziert. Die Zeit hatte sie genutzt, über die Beziehung zu Philippe nachzudenken. Sie fleht Philippe an, mit ihr in Ehetherapie zu gehen. Sie hätten beide Besseres verdient, als ihre Beziehung so enden zu lassen. Philippe schlägt Esther als Therapeutin vor. Eine Sitzung bei dieser verläuft katastrophal. Auch im Folgenden finden die Beiden nicht zueinander.

Camille: Camille erkennt, wie Mutter und Vater ihr nicht die “kindgerechte” Unterstützung zukommen ließen, die sie gebraucht hätte. Eine zaghafte Annäherung an die Mutter gelingt. Ihren Vater weist sie in Schranken und zeigt wichtige Grenzen auf. Sie verfolgt zielstrebig ihren Weg als Schwimmerin. Zum Schluss wirkt sie ausgeglichen und fröhlich.

Philippe und Esther: Philippe und Esther beleuchten nicht nur Philippes Fälle. Auch ihre Beziehung ist immer wieder Thema. Esther wird zornig, als Philippe ihr zum wiederholten Male vorwirft eine “Eisprinzessin” zu sein. Beiden fällt es zunehmend leichter, sich auf einander zuzubewegen.

Showdown für Philippe

Philippe trifft sich mit Ariane bei ihr zuhause. Sie sprechen über eine mögliche Zukunft und landen im Bett.

Kurze Zeit später ist Philippe bei Esther. Sex mit Ariane war für ihn nicht möglich. Er flieht. Er fühlt sich zutiefst verunsichert, verängstigt. Esther sieht im abrupten Abbruch der Beziehung zu Ariane, dass sich hier der beste Zug in Philippe äußert.

Fazit:

“In Therapie” bewahrheitet sich mal wieder ein Satz von Paul Watzlawick: “Man kann in der Wahl seiner Eltern nicht vorsichtig genug sein”.

Im Erwachsenenalter wiederholen wir negative Bindungserfahrungen der Kindheit. Nähe, Distanz, Erziehungsstil, Vernachlässigungen und Gewalterfahrungen setzen Marker für den späteren Lebensweg.

Mich haben die Schicksale aller Beteiligten überaus berührt. Auch die Verknüpfung zum Bataclan-Attentat wurde großartig mit den Schicksalen der Protagonisten verknüpft.

“In Therapie” ist absolut sehenswert.

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