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Mayai-Pasua: Gekochte Ostereier anders essen – einfach über den Tellerrand schauen

Ostern steht vor der Tür und Ostereier färben ist angesagt. Warum eigentlich? Schon im alten Ägypten wurde das Ei als Ursprung der Welt verehrt und im antiken Griechenland und Rom wurden im Frühling zur Feier der Tag- und Nachtgleiche bunte Eier aufgehängt und verschenkt.
Später übernahmen die Christen diese alte Symbolik. Die Auferstehung Jesu am Ostersonntag wird durch das frisch geschlüpfte Küken symbolisiert. Das Ei soll also an die Auferstehung erinnern. In Griechenland werden alle Eier ausschließlich rot gefärbt. Die rote Farbe erinnert an das vergossene Blut Jesu und damit an seinen Opfertod am Kreuz. So kommt also die Farbe noch ins Spiel.
Soweit zu Ostern und den hartgekochten Eiern. Ostern ist meist ein Familienfest und hartgekochte Eier gehören auch bei mir am Ostersonntag auf den Frühstückstisch. Natürlich darf am Frühstückstisch das Ostereiertitschen nicht fehlen. Dabei nehmen zwei Spielerinnen und Spieler je ein hartgekochtes Osterei in die Hand und eine oder einer beginnt, mit der Spitze ihres/seines Eis auf das Ei des anderen zu schlagen. Wessen Ei zuerst zerbricht, hat gewonnen.
Natürlich kann man das Ei danach einfach mit Salz essen. Gibt es auch eine interessante Variante? Diese Frage stellte ich mir.
In Kenia gibt es ein Streetfood namens „Mayai Pasua“ mit einer Art Salsa („Kachumbari“). Hartgekochte Eier werden geteilt und mit der Salsa gefüllt. Wer mag, kann noch etwas Ketchup darüber träufeln. Ich mag die Eier „natur“, nur mit der Salsa.
Der Name des Gerichts verrät viel über seine Zubereitung. Mayai bedeutet auf Suaheli „Eier“ und Pasua „geteilt“.
Bei uns wird zum Osterbrunch auch die Salsa, die Kachumbari, bereit stehen. Vielleicht auch erst an einem der nächsten Abende, wenn ein einfaches Vesper auf dem Tisch steht und noch viele Eier übrig sein sollten.
Ich habe gelesen, dass Fans dieses kenianischen Häppchens darauf beharren, dass Mayai Pasua erst richtig mit den Dämpfen und dem Staub kenianischer Straßen schmeckt. Wir sind halt nicht in Kenia. Dann muss es bei uns ohne Staub und Dämpfe schmecken.
Noch etwas zu gekochten Eiern: Hartgekochte Eier gehören nicht umsonst zu den beliebtesten Zutaten. Sie sind erschwinglich, proteinhaltig und natürlich lecker. Im Beitrag findet ihr weitere Rezepte.
Gericht Vorspeise
Küche Kenia
Keyword Hartgekochte Eier, Salsa verde
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Autor regina

Zutaten

  • 6 Eier hartgekocht (z.B. Reste vom Osterfest)

Kachumbari (eine Art Salsa)

  • 2 Tomaten sehr fein geschnitten
  • 1 rote Zwiebel sehr fein gehackt
  • 3 EL Koriander (frisch) sehr fein gehackt
  • 1 kleine grüne Chili sehr fein gehackt (ohne Kerne)
  • 2-3 EL Limettensaft je nach Geschmack
  • 1/4 TL Salz

Anleitungen

Kachumbari

  • Das klein gehackte Gemüse und die Gewürze zusammenmischen und kurz stehen lassen.
  • Die geschälten hartgekochten Eier werden halbiert und mit einem Esslöffel Salsa gefüllt.

2 Kommentare

  1. Hallo Regina,
    Mayai Pasua – das klingt ja spannend! Allein der Name lässt mich raten und träumen. Danke für die vielen Infos zu Eiern und Kenia. Da war ich noch nie, überhaupt kenne ich Afrika viel zu wenig. Mit Staub… okay, lieber hier nachgekocht. 🙂
    Liebe Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara, ja, Gerichte aus fremden Länder sind spannend. Gut, wenn sie noch so einfach nachzumachen sind. Gruß, Regina

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