Erchingen und Xanderklinge bei Holzbronn im Nordschwarzwald

Meine ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mich mit vielen Wander- und Ausflugszielen aus ihrer jeweiligen (Wahl-)Heimat in die Rente geschickt. Vielen Dank, liebe Anja, für deine Tipps zum Nordschwarzwald! Sie kamen wie gerufen, da wir schon Anfang des Jahres einen “Glamping-Urlaub” mit unseren beiden älteren Enkelkindern in Bad Liebenzell gebucht hatten.

Da die direkte Straßenverbindung zwischen Bad Liebenzell und Calw im Moment wegen Bauarbeiten gesperrt ist, gelangen wir über idyllische Nebenstraßen zu unserem Ausgangspunkt Holzbronn. Wir stellen das Auto auf dem Parkplatz vom “Krabbanescht” ab, eine urige Kneipe. Im Moment hat sie noch geschlossen, aber der Wirt bereitet eine Veranstaltung vor und drückt uns einen Ausdruck der Wanderroute in die Hand.

Zunächst geht es am schön gelegenen Friedhof von Holzbronn vorbei.

Dann biegen wir nach links in den Wald und sind nach wenigen Metern in einer wilden Klinge, die sich Erchingen nennt.

Über Stock und Stein geht es. Die Kinder hüpfen leichtfüßig zwischen den Uferrändern des Bächleins hin und her. Wir “Alten” sind etwas vorsichtiger, denn die Steine sind rutschig und kippelig. Die Grüntöne sind zauberhaft und changieren ständig.

Kurz bevor das Bächlein in die Nagold fließt, verlassen wir die Schlucht, überqueren die Bahnlinie, werfen einen Blick auf die Nagelt und wandern an der Bahnlinie entlang, bis es zur Xanderklinge abgeht.

Sie ist fast noch “wilder” als Erchingen. Zwar kann man sie bis ganz nach oben begehen, aber wir folgen der Bitte, den oberen Bereich unberührt zu lassen. Bevor das letzte Drittel beginnt, steigen wir aus gehen oberhalb der Klinge bis zur “Schatzkiste”. Sie steht im fließenden Wasser und enthält Getränke – sehr erfrischend! Ein Kässchen steht daneben mit der Bitte, einen Betrag für das Konsumierte zu hinterlegen. Der Wirt vom Krabbanescht sorgt regelmäßig für Nachschub und wir hoffen, dass er damit kein Verlustgeschäft hat!

Frisch gestärkt nehmen wir den letzten Kilometer in Angriff. Unmittelbar nachdem wir am Auto sind, fängt es an zu schütten wie aus Kübeln! Leider hat das Krabbanescht noch nicht geöffnet, aber wir dürfen uns unterstellen und unser Vesper verzehren.

Auf Komoot habe ich die Wanderroute hinterlegt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.