In unserer Familie mögen manche keinen Ingwer, keine Rosinen oder kein Fleisch. Ich esse wenig Fleisch, keine Kutteln, jedoch im Urlaub esse ich alles.

Was sind Überraschungsmenüs? Was ist das, eine Carte Blanche statt einer Speisekarte?

Du gehst in ein Restaurant, wählst nicht aus einer Speisekarte, sondern lässt dich einfach von der Menüauswahl überraschen.

Überraschungsmenüs bieten die Chance, Dinge zu essen, die man sich selbst im Regelfall nicht ausgesucht hätte, um dann tatsächlich in Erstaunen versetzt zu werden.

Auf unserer diesjährigen Frankreichfahrt wurden wir gleich dreimal mit Überraschungsmenüs konfrontiert. Zum Glück essen wir ja fast alles. Das ist eine gute Voraussetzung für dieses außergewöhnliche Vergnügen.

Cassis in Mâcon

In Mâcon landeten wir im Cassis, einem Restaurant, das mit einem “Michelin-Teller” ausgezeichnet wurde. Deren Philosophie ist, nur frische Zutaten aus der Region zu verarbeiten.

Unser Menü ergötze uns mit

  • Comtébrioche mit einem Lachsstückchen auf Auberginencreme
  • Tintenfischsalat auf Humus
  • Hasenpastete mit Möhrenmus und Remoulade
  • Barsch auf Pfifferlingen, dicken Bohnen und Fisch Espuma
  • Kalbsbries mit Crevetten und Selleriegemüschen
  • Schokomousse, Schokotarte mit crunchy Mais und Zitroneneis

Alles mundete uns, doch der “süße Deckel” zum Schluss war der Hammer. Die Kombination war mit Valrhônaschokolade zubereitet und es löste eine wahre Geschmacksexplosion aus.

Zu den einzelnen Gängen gab es jeweils ein Weinempfehlung aus der Region.

Vieux Logis in Trémolat

Unser zweites Überraschungsmenü war ein Tapasmenü in der “Vieux Logis” in Trémolat, ausgezeichnet seit Jahren mit einem Michelinstern.

  • Entenfleischbulette mit einem Fisch-Beignet
  • Fenchelsülzchen mit Forellenmousse
  • Thunfisch in einer Tomatenkapernsauce
  • Zander mit Kartoffelwürfelchen und Kartoffelschaum
  • Aal auf Artischocken und Silberzwiebelchen
  • Käsegang mit Quittenspeck
  • Heidelbeersülzchen mit Vanilleeis
  • Rüblischnitte mit Karotteneis und Karottenchips

Hier hätte ich mir im Leben keinen Aal bestellt. Er war lecker. Auch der Quittenspeck mit Käse war eine super Kombination. Und die Rüblischitte mit Karotteneis und Karottenchips erfreute uns zutiefst.

Les Truffières bei Trèmolat

Das kleine Gartenrestaurant überraschte uns mit einem Périgord-Menü:

  • Tourain (eine Knoblauchsuppe)
  • Foie Gras (Gänseleberpastete)
  • Salat mit Gésiers (Gänsemagen)
  • Mâgret du Canard (Entenbrust) mit Kartöffelchen, Champignons und Paprika
  • Frische Erdbeeren mit Erdbeercoulis und Szechuanpfeffer

Hier kämpften wir mit den Gänse/Enten-Leckereien. Alles schmeckte hervorragend, jedoch war alles etwas zu mächtig. Wir waren froh, zu Fuß unterwegs zu sein. Ein einstündiger Nachtspaziergang tat uns gut.

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