Ammerbucher Gigeleswegle

Das Gigeleswegle gehört zu den Premium Spazier-Wanderwegen im Landkreis Tübingen und ist in der Broschüre “Wandergenuss am Früchtetrauf” zu finden. Die Premiumwege am Früchtetrauf sind ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Tübingen und der Städte und Kommunen Tübingen, Rottenburg am Neckar, Mössingen, Ammerbuch und Nehren. Weitere Informationen: www.früchtetrauf.de

Meine ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mich mit vielen Wander- und Ausflugszielen aus ihrer jeweiligen (Wahl-)Heimat in die Rente geschickt. Vielen Dank, liebe Henrike, dass du uns das Ammertal ans Herz gelegt hast!

Ein wunderbarer Frühsommertag mit wolkenlosem Himmel zeichnet sich ab. Es ist angenehm warm, aber nicht zu heiß und wir entscheiden uns für eine entspannte Runde am Schönbuchrand.

Der Gigelesweg beginnt am Ortsrand von Breitenholz, gleich hinter dem Friedhof.

Der Weg führt zunächst am Käsbach entlang, bis wir das ehemalige Gipswerk erreichen. Es wurde 1910 in Betrieb genommen und in den 70er-Jahren aufgelöst. Sogar eine Schmalspurbahn führte zum Bahnhof der Ammertalbahn in Breitenholz. Ein Stück des Weges verläuft auf der ehemaligen Trasse.

Die Obstbäume haben mittlerweile ihre Blüte hinter sich. An manchen Stellen wurde bereits gemäht.

Am Ortsrand von Entringen begrüßen uns zwei Lamas.

An Gärten und Obstbäumen vorbei tun sich immer wieder schöne Ausblicke ins Land auf wie hier auf die Hohenzollern – immer ein dankbares Motiv.

Die begünstigte Lage von Breitenholz am Schönbuchrand lässt nicht nur Obstbau, sondern sogar Weinbau zu. Wir nehmen uns vor, bei unserem nächsten Besuch eine Besenwirtschaft zu besuchen.

Der Höhepunkt der Wanderung ist der Aussichtspunkt Gigeleshalde. Der Name hat nichts mit Hühnern zu tun, sondern mit “gucken”, also schauen, Ausschau halten.

Die nicht gedüngten Wiesen erlauben eine Vielfalt von Wiesenblumen. Ich erinnere mich, wie ich als Schüler von unserem Biologielehrer ausgeschickt wurde, um Pflanzen zu sammeln und zu pressen. Damals fand ich es nur lästig, jetzt freue ich mich an der Vielfalt: Storchschnabel, Wiesensalbei, Klee und Bocksbart stehen in voller Blüte.

Zum Schluss führt ein Schlenker am Nubenhäusle vorbei, einem ehemaligen Unterstand. Von dort beginnt ein ehemaliger Handelspfad in den Schönbuch hinein. Durch den intensiven Gebrauch ist ein richtiger Hohlweg entstanden.
Neben dem Häuschen steht ein Gruber. Ich kenne das Wort “gruben” – ausruhen. Es sieht aus wie eine zu hoch gebaute Steinbank. Er hat die richtige Höhe,um eine Tragelast abzusetzen:

Jetzt wird es doch so langsam warm und wir freuen uns aufs Gruben mit einem kühlen Getränk!

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