Komm! ins Offene, Freund!

Heute fühle mich nach dem Frühstück schlapp und müde und es zieht mich gar nicht nach draußen. Obwohl alles über Nacht zauberhaft mit Schnee überzuckert wurde. Peter drängt, dass wir einen Winterspaziergang machen und ich lasse mich überreden. Oh, wie schön ist es, als ich dann im Freien bin. Die Luft ist frisch und auf den Gehwegen lässt es sich problemlos gehen. Es ist nicht glatt. Zum Neckar geht es runter, rein in die Platanenallee vorbei an der Schokoladenseite von Tübingen, dann hoch zum Schloss.

Die Ausblicke sind fantastisch, z.B. auf den Stocherkahn-Liegeplatz. Hier überwintern alle Stocherkähne und ruckzuck blubbert ein Bild eines lauen Sommerabends auf dem Neckar an die Oberfläche.

Aber nein, der Anschein trügt. Es bleibt kalt, jedoch durch den Anstieg fühle ich mich warm und gestärkt. Ja, es lohnt sich immer, um es mit den Worten von Hölderlin auszudrücken: Komm! ins Offene, Freund!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.