
Fisch-Curry und Urlaubsschätze
Beim Blogevent CCXXXIV von Zorras Blog kochtopf.me darf ich Gastgeberin sein – darüber freue ich mich riesig! Zum Thema "Urlaubsmitbringsel & Schrankhüter" steuere ich natürlich gleich etwas bei. Und weil zu einem neuen Rezept manchmal ein neues Küchentool gehört, stelle ich euch heute beides vor.Kennt ihr das auch? Mich ziehen Haushaltswarengeschäfte magisch an. Schon ein Ausflug in eine nahe gelegene Stadt kann damit enden, dass ich plötzlich in einem Laden mit Küchenutensilien stehe und mich nur schwer wieder losreißen kann. In jedem europäischen Nachbarland ist diese Anziehungskraft noch einmal ungleich größer.Im Sommer war ich wieder einmal in Frankreich, diesmal an der normannischen Küste. Und tatsächlich wurde ich in der Küchenabteilung eines Supermarkts fündig: Ein Wok fiel mir ins Auge. Ich mochte seine Form, die Farbe und vor allem den schönen Griff. Die Normandie ist natürlich für ihre Fischküche bekannt. In zwei Restaurants, die wir während unseres Urlaubs besuchten, war ich erfreut, jeweils ein „Cari“ auf der Speisekarte zu entdecken. Weshalb? Dazu müsst ihr wissen, dass La Réunion zu Frankreich gehört. La Réunion liegt im Indischen Ozean, rund 800 Kilometer östlich von Madagaskar. Die Küche dort ist geprägt von französischen, afrikanischen, indischen und chinesischen Einflüssen. Cari gilt als das Nationalgericht der Insel. Es wird mit Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten zubereitet. Zwiebeln, Tomaten, Knoblauch, Ingwer, Kurkuma und Thymian sorgen für die charakteristische Würze. Deshalb lieben die Franzosen Currys. Da auch ich ein Curry-Fan bin, musste ich natürlich beide „Cari de Poisson“ probieren. Und kaum war ich wieder zu Hause, stand für mich fest: So ein Fisch-Curry muss ich selbst kochen.So bringe Urlaubsmitbringsel aus der Normandie mit, ein „Cari de Poisson“, gekocht in meinem neuen Wok. Das Kochen hat super geklappt, das Curry war ein Traum. Franzosen schmuggeln in ein Curry etwas aus ihrer eigenen Küche – in ein "Cari de Poisson" muss ein kleines Sträußchen Thymian.
Servings 2
Kochutensilien
- 1 Wok
Zutaten
Fisch-Curry
- 250 g Kabeljau in Zitronenwasser wässern
- 100 g Lachs in Zitronenwasser wässern
- 250 g Tomatenfruchtflesich vorher Tomaten schälen, entkernen und in Stückchen geschnitten
- 1 Spitzpaprika in Ringe geschnitten
- 2 Frühlingszwiebeln in Röllchen geschnitten
- 1 mittelscharfe Pepperoni in kleine Würfelchen geschnitten
- 200 ml Kokosmilch
- 1 kl. Sträußchen Thymian
- 1 Esslöffel geriebener Ingwer etwas mit Salz bestreut
- 1 Esslöffel Knoblauch durch die Presse gedrückt etwas mit Salz bestreut
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Curry
- 2 EL Zitronensaft
- 5-6 EL Erdnussöl zum Anbraten
- 4 EL frischer Koriander zum Bestreuen, grob gehackt
Anleitungen
Fisch-Curry
- Das Erdnussöl im Wok erhitzen.
- Die Frühlingszwiebel-Röllchen und Paprikaringe darin kurz anbraten.
- Alle Gewürze – Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Curry und Peperoniwürfelchen darüberstreuen und kurz erhitzen.
- Die Tomatenwürfelchen, die Kokosmilch und das Thymiansträußchen zufügen und aufkochen lassen. Ca. 3 Minuten köcheln lassen.
- Nun die Fischstücke aus dem Zitronenwasser nehmen und in Würfel schneiden und die Fischwürfel zufügen.
- Weitere 3-4 Minuten simmern lassen, bis die Fischwürfel "durch" sind, aber nicht auseinanderfallen. Sie sollten noch glasig innen sein.
- Mit Reis servieren und Curry mit frischem Koriander bestreuen.



