Bei der 25. Runde von „Koch mein Rezept“, dem von volkermampft.de organisierten Kochevent, wurde mir der Blog „Jenny is Baking“ zugelost. Hier darf ich ein Rezept aussuchen. Bei der Suche tauche ich tief in den jeweiligen Blog ein. Danach freue ich mich, wenn mir der Blog wieder über den Weg läuft.Jenny ist mir bereits bekannt, schließlich hatte ich bei ihrem letzten Blogevent mitgemacht. Damals suchte sie Rezepte zum Thema „Kaffee“.Der Name „jennyisbaking“ ist Programm. Sie bäckt tatsächlich sehr gerne. Sie hat meisterhafte Torten gebacken. Besonders gut hat mir eine Schoko-Erdbeertorte gefallen.In der Rubrik "Auf einen Kaffee" erzählt sie aus ihrem Leben. Hier erfahre ich, dass sie ein Semester lang Jazzklavier an der Carl-Maria-von-Weber-Musikhochschule studiert hat. Dadurch konnte sie sich während des Studiums ab und zu etwas Geld dazuverdienen. Da es in meiner Familie einige Musiker gibt, weiß ich, dass mit einer musikalischer Begabung auch das Bedürfnis einhergeht, Emotionen beim Spielen eines Instruments freien Lauf zu lassen. Ähnlich verhält es sich bei mir in der Küche. Die kreative Lust am Kochen ist für mich ein Spiel mit Aromen, Farben und Texturen. In solchen Momenten ist mir Intuition wichtiger als starre Rezepte. Wie in der Musik entsteht etwas Eigenes, etwas Lebendiges. Ich hoffe, ihr gebt mir recht: Wir haben Freude daran, unserer Fantasie freien Lauf zu lassen, Neues zu wagen und dies schmeckbar zu machen. Ich denke, Jenny würde mir zustimmen! Stimmt das, Jenny?Nun aber weiter zu Jenny. Sie wurde in Uruguay geboren und lebte später in den USA und Kanada. Ihre Schulzeit verbrachte sie jedoch vollständig in Deutschland. Aktuell lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Hund in München.Das Backen hat sie sich autodidaktisch beigebracht. So teilt sie gerne ihre oft internationalen Rezepte mit lateinamerikanischem Einfluss mit uns. Das gefällt mir, da ich Lateinamerika noch nicht bereist habe. Der Geschmack dieser Küche weht mir durch ihre Rezepte entgegen. Zusätzlich zu den Rezepten gibt es auch „How-to“-Anleitungen, in denen grundlegende Techniken erklärt werden. Ihren Blog gibt es nun seit 9 Jahren.Jetzt sollte ich mich für ein Rezept entscheiden. Ich bereite einen Flan zu. Flan ist ein Dessert aus der spanischen Küche. Ich habe schon des Öfteren Flan in Spanien gegessen. Wusstest du, liebe Jenny, dass Flan schon bei den Römern bekannt war? Die Römer. Sie waren die Ersten, die Eier in süßen und herzhaften Speisen verwendeten. Durch die Ausbreitung des Römischen Reiches kam die römische Eiercreme vor 2000 Jahren nach Spanien und mit den Spaniern nach Lateinamerika. Bis jetzt ist Flan kein Standard-Dessertrezept von mir. Auf meinem Blog gibt es eine Crema à la Andorrana. Diese wird ebenfalls im Wasserbad im Backofen gestockt. Mir gefallen einfache Nachspeisenrezepte. Jenny sagt: "Flan kann am Vorabend zubereitet werden, um dann im Kühlschrank über Nacht zu kühlen. Perfekt, wenn man z.B. am Weihnachtstag selbst eine Sorge weniger hat. Außerdem kommt Flan mit wenigen Zutaten aus und ist super schnell zubereitet." Ich finde, der Flan passt deshalb auch super zu Ostern. Ich bereite den Flan ohne zusätzlichen dulce de lece zu. Das ist mir einfach zu süß. Auch die Hälfte des Karamells klebte leider in der Pfanne. Ich war nicht schnell genug. Aber die Süße genügte. Was stimmte: Der Flan war super schnell zubereitet. Er schmeckt cremig und super lecker. Liebe Jenny, dein Flan wird sicher noch oft von mir zubereitet werden.